IPv4 Subnetting
Posted on Mai 18, 2010
Filed Under Allgemeines
Weiter geht es in unserer Reihe “Wie funktioniert eigentlich TCP/IP?”. Heute geht es um das Thema Subnetting.
Beim Subnetting handelt es sich um das Aufteilen eines gegebenen Klasse-C-Netzwerks in mehrere eigenständige Netzwerke (Subnetze). Dazu müssen in der Subnetzmaske im vierten Oktett von links nach rechts Hostbits in Netzwerkbits umgewandelt werden. Daraus ergeben sich neue Netzwerke mit einer geringeren Anzahl an Hosts pro Netzwerk.
Standardsubnetzmaske eines Klasse-C-Netzwerks:
11111111.11111111.11111111.00000000
255.255.255.0
Wird nun im letzten Oktett aus dem ersten Hostbit ein Netzwerkbit gemacht, so ergibt das einen neuen Subnetzmaskenwert
11111111.11111111.11111111.10000000
255.255.255.128
und zum anderen haben wir aus den ehemals 256 Hosts des Klasse-C-Netzwerks nun zwei Netzwerke (wir haben ja nun ein Netzwerkbit im 4. Oktett – wir erinnern uns: mit einem Bit lassen sich zwei Elemente darstellen, in diesem Fall zwei Netzwerke) mit jeweils 128 Hosts pro Netzwerk erstellt. Der ehemalige Netzwerkbereich von 192.168.31.0 bis 192.168.31.255 wird nun aufgesplittet auf die beiden neuen Netzwerkbereiche 192.168.31.0 bis 192.168.31.127 und 192.168.31.128 bis 192.168.31.255 jeweils mit der Subnetzmaske 255.255.255.128. Nicht vergessen: bei jedem der neuen Netzwerke gibt es eine Netzwerk- und eine Broadcastadresse. Beim ersten Netzwerkbereich lautet die Netzwerkadresse 192.168.31.0 und die Broadcastadresse 192.168.31.127, so dass hier für die Hosts tatsächlich nur die Adressen 192.168.31.1 bis 192.168.31.126 verwendet werden können; bei zweiten Netzwerkbereich lautet die Netzwerkadresse 192.168.31.128 und die Broadcastadresse 192.168.31.255, so dass hier für die Hosts tatsächlich nur die Adressen 192.168.31.129 bis 192.168.31.254 verwendet werden können.
Benötigen wir mehr als zwei Subnetze, müssen wir entsprechend weitere Hostbits von links nach rechts in Netzwerkbits umwandeln:
11111111.11111111.11111111.11000000
255.255.255.192
Ergibt 4 Netzwerke mit jeweils 64 Hosts pro Netzwerk. Die Bereiche liegen von 192.168.31.0 bis 192.168.31.63, von 192.168.31.64 bis 192.168.31.127, von 192.168.31.128 bis 192.168.31.191 und von 192.168.31.192 bis 192.168.31.255. Und nicht vergessen: pro Subnetz wird die erste und die letzte Adresse abgezogen, so dass pro Bereich tatsächlich nur 62 Hosts zur Verfügung stehen.
11111111.11111111.11111111.11100000
255.255.255.224
Ergibt 8 Netzwerke mit jeweils 32 Hosts pro Netzwerk, tatsächlich 30 Hosts.
11111111.11111111.11111111.11110000
255.255.255.240
Ergibt 16 Netzwerke mit jeweils 16 Hosts pro Netzwerk, tatsächlich 14 Hosts.
11111111.11111111.11111111.11111000
255.255.255.248
Ergibt 32 Netzwerke mit jeweils 8 Hosts pro Netzwerk, tatsächlich 6 Hosts.
11111111.11111111.11111111.11111100
255.255.255.252
Ergibt 64 Netzwerke mit jeweils 4 Hosts pro Netzwerk, tatsächlich 2 Hosts.
Achtung! Ab hier ist Subnetting nicht mehr möglich, da keine Hosts pro Netzwerk mehr möglich sind.
11111111.11111111.11111111.11111110
255.255.255.254
Ergibt 128 Netzwerke mit jeweils 2 Hosts pro Netzwerk, tatsächlich 0 Hosts.
11111111.11111111.11111111.11111111
255.255.255.255
Ergibt 256 Netzwerke mit jeweils 0 Hosts pro Netzwerk.
Wir können bis hier noch etwas erkennen: die Werte in den Subnetzmasken sind nicht beliebig, sondern abhängig von den von links nach rechts gesetzten Netzwerkbits in den jeweiligen Oktetten und der damit verbundenen Addition der Wertigkeiten. So kommen als gültige Subnetzmaskenwerte ausschließlich die folgenden zum tragen: 0, 128, 192, 224, 240, 248, 252, 254 und 255. Die Werte 190 oder 250 etwa werden Sie in einer Subnetzmaske nie finden.
So viel zum Thema Subnetting – im nächsten Artikel geht es um das Supernetting.
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Bis dahin
Rüdiger und Mario
Hier geht es zum Teil:
Adressklassen in TCP/IPv4
Überblick TCP/IP v4
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