Neues in den Terminalserverdiensten
Posted on August 6, 2009
Filed Under Allgemeines
Da ich in der letzten Zeit eine Terminalserverumgebung mit unserer Testumgebung aufgebaut habe, möchte ich nun die Neuerungen gegenüber Server 2003 zusammenfassen.
Als wesentliche Neuerungen in den Terminalserverdienste kann man drei Hauptpunkte nennen.
1. Das Terminaldienste Gateway
Das Terminaldienste Gateway ist der Zugang für die RDP-Benutzer in das Unternehmensnetzwerk. Soll heißen dass ein Benutzer über das Internet mit einer HTTPS Verbindung auf die Terminalserver des Unternehmens zugreifen kann. So erübrigt sich eventuell auch eine VPN-Infrastruktur für den Terminalserverbetrieb, falls nur der RDP Zugriff gewünscht ist. Für Testzwecke gibt es eine Funktion die ein Zertifikat ausstellt mit dem man die HTTPS-Verbindung herstellen kann ohne direkt eine PKI Installieren zu müssen. Die Benutzergruppen die Zugriff bekommen sollen lassen sich über Verbindungsautorisierungsrichtlinien definieren. Über Ressourcenautorisierungsrichtlinien werden die Computer, zu denen eine Verbindung über das Gateway aufgebaut werden soll, berechtigt.
2. RemoteApp
Mit RemoteApp lassen sich einzelne Anwendungen auf den Clients bereitstellen, die dann in Ihren eigenen Fenstern laufen. Das ist dann sinnvoll wenn man nicht den ganzen Desktop bereitstellen möchte. Es gibt drei Methoden um die RemoteApp´s bereitzustellen:
a) Eine RDP-Verknüpfung erstellen und den Client z.B. über eine Freigabe zugänglich machen.
b) Ein Windows Installer Paket erstellen und an die Clients verteilen.
c) Über die Terminaldienste-Webzugriffsverwaltung die Anwendungen für RemoteApp unter Webzugriff einbinden.
3. Terminaldienste Webzugriff
Wie die Bezeichnung erahnen lässt geht es hier um den Zugriff per Webbrowser. Das Schöne an dem Webzugriff ist die Möglichkeit eine Sammlung von Anwendungen zentral bereitzustellen und z.B. über das Intranet den Usern zugänglich zu machen. Der Terminalserver kann eine Webseite erstellen die bequem über den Browser aufzurufen ist und als URL mit den Gruppenrichtlinien verteilt werden kann. Einschränkend ist zu sagen das der Terminaldienste-Webzugriff auf dem Terminalserver installiert sein muss, der die Zugriffsmöglichkeiten anbietet weil sich diese Zugriffe nicht umleiten lassen.
Des Weiteren ist das Remote-Desktop-Protokoll bei Version 6.0 angelangt und wird von Windows XP SP3 und den nachfolgenden Betriebssystemen unterstützt. Auch die Lizensierung pro Benutzer ist neu und eröffnet so eine weitere Option. Bislang konnten nur Geräte für die Benutzung der Terminalserver-dienste lizensiert werden.
Über den neuen Terminaldienste-Sitzungsbroker (TS-Session-Broker) kann eine Lastenverteilung unter den Terminalservern erreicht werden.
Schönen Gruß
FRW
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