Folgende Neuerungen gibt es in Windows 7
Posted on August 27, 2009
Filed Under Windows7
Die Versionen
Windows 7 wird es in vier Versionen geben:
Starter, Home Premium, Professional und Enterprise/Ultimate
Installation/Upgrade von Vorgängerversionen
Die Installation ist wie bei Windows Vista oder Server 2009 in zwei Teile gegliedert: Das Sammeln von Informationen (einige wenige Angaben sind hier notwendig) und die eigentliche Installation.
Bei der Installation auf eine leere Festplatte ohne Partitionen werden von Windos 7 zwei angelegt. Die erste ist 100 MB groß, erhält keine Laufwerksbuchstaben und enthält den Bootcode, den Bootmanager und die Informationen für Bitlocker.
Das Upgrade benötigt ein Vista mit SP1, es lassen sich nur 32 Bit auf 32 Bit und 64 Bit auf 64 Bit-Version upgraden
Taskleiste
In der neuen Taskleiste werden die Programme als Quadrate dargestellt. Diese werden als Gruppen zusamengefasst. Durch drüber fahren mit der Maus werden die Gruppen nebeneinander dargestellt, auf Wunsch durch Klick vergrößert.
Programme können an die Taskleiste angeheftet und wieder entfernt werden. Die Schnellstartleiste gibt es zwar noch, sie muss aber nachinstalliert und konfiguriert werden. Genial ist es, dass mit einem Klick in die rechte Ecke der Taskleiste alle Fenster minimiert und mit erneutem Klick wieder maximiert werden können.
Die vier Elemente der Taskleiste und natürlich auch alle anderen lassen sich verschieben.
Mit Rechtsklick auf einen Eintrag in der Taskleiste öffnet sich die Sprunglisten. Hier werden die zuletzt geöffneten Dateien angezeigt und häufig genutzte Programme lassen sich anheften.
Die Fortschrittsanzeige färbt ein Programm-Fenster von links nach rechts grün ein, solange bis das Programm fertig ist. Das ist insofern praktisch, da wir den Fortschritt während der Arbeit mit anderen Fenstern beobachten können.
Startmenü
Das Startmenü ist ähnlich wie unter Vista und doch anders. Das Suchenfeld ist größer geworden, gleiches gilt für den Button herunterfahren, der auch gleich an prominenter Stelle steht. Die Konfiguration des Startmenüs geht nach wie vor über Eigenschaften des Taskmenüs und ist aufgeräumter und übersichtlicher geworden.
Aero-Shake, -Snap und -Peek
Mit den Aero-Fenstertechniken können wir Fenster schütteln und so alle bis auf das aktuelle minimieren. Mit Aero Peek wird ein Fenster voll angezeigt, während alle anderen nur eine dünne transparente Darstellung angezeigt wird.
Mit Aero Snap können zwei Fenster einfach nebeneinander gestellt werden. Wir können Fenster minimieren und maximieren. Je nachdem wie wir sie an den Rand ziehen.
Das geht auch mit der Tastatur.
Wartungscenter
Mit dem Wartungscenter lassen sich nicht nur Probleme einfacher lösen, sondern auch Sicherheitsupdates und Backups erstellen.
Laufwerke
VHD-Laufwerke können nicht nur im Explorer eingebunden werden, sondern es kann auch von ihnen gebootet werden und sie können über die Datenträgerverwaltung erzeugt werden.
XP-Mode
Der neue XP Mode erlaubt es auf einem virtuellen PC Anwendungen zu nutzen, die mit Windows 7 nicht kompatibel sind, wohl aber mit Windows XP. Hierhei können nicht nur Daten zwischen Host und Gast ausgerauscht werden, sondern auch die Drukcer des Hosts genutzt werdern und umgekehrt können Anwendungen, die im XP Mode installiert wurden auf dem Host genutzt werden.
Bibliotheken
Hiermit haben wir die Möglichkeit im Windows 7 Explorer thematisch zusammen gehörende Dateien, wie MP3-Dateien, unabhängig von ihrem Speicherort in einer Ordnerstruktur zusammen zufügen. Dateien, die einer Bibliothek hinzugefügt werden, werden automatisch indexiert. Die Dateien können dann nach Typ oder Bilder nach Erstelldatum und Musik nach Künstler dargestellt werden.
Nicht hinzufügen lassen sich optische Medien, Daten von Netzwerken mit Version vor Windows 7 und Server 2008 R2, genauso wie Daten die von USB-Sticks kommen.
Heimnetzwerk
Unter den Vorgängerversionen war es etwas aufwendig ein Netzwerk einzurichten und dann die Daten auszutauschen. Es mußten Benutzer eingerichtet werden, Kennwörter vergeben werden, Freigaben mit Rechten versehen werdern und einiges mehr.
Wie ist das unter Windows 7. Hier hat sich einiges getan: Um einen neuen Netzwerk unter Windows 7 beizutreten, bietet uns das System beim ersten Kontakt an einer Heimnetzerk beizutreten. Es wird ein Kennwort vergeben. Dieses können alle nutzen, die ebenfalls unter Windows 7 dieser Homegroup beitreten möchten. Vorbei sind die Zeiten der Anmeldung oder von Authentizierungsaufforderung. Die Mitglieder des Heimnetzwerk können die Daten gemeinsam nutzen.
Benutzerkontensteuerung
Die Benutzerkontensteuerung (User Accout Control) ist unter Vista wirklich nervig. Viele Anwender haben sie deshalb deaktviert,weil sie nicht alle paar Minuten eine Abfrage beantworten wollten. In Windows 7 ist das anders, zum einen wurde die Anzahl der Nachfragen deutlich reduziert, zum anderen wurde eine neues Konzept verwirklicht – AutoElevate, damit kann Windows eigene Komponeten ausführen, ohne das der Anwender gefragt wird.
Dies hat natürlich auch gravierende Nachteile und hebelt das Sicherheitskonzept der UAC teilweise aus. So könnten Schädlingsprogramme dies nutzen, um beispielsweise Antivirenprogramme mit Hilfe von AutoElevate zu deinstallieren ohen das der Anwender etwas mitbekommt.
Allerdings läßt sich die gleiche Sicherheit wie unter Vista erreichen, wenn man die UAC auf die höchste Stufe einstellt
Verschlüsselung für unterwegs Bitlocker To Go
Die Laufwerksverschlüsselung, die Microsoft erstmal mit Windows Vista einführte geht nun auch mit USB-Datenträgern. Mit Hilfe eines Kennwortes und einiger Angaben ist die Verschlüsselung schnell eingerichtet. Nutzen läßt sie sich mit sämtlichen Windows 7 Versionen erstellt bzw. eingerichtet werden kann sie nur mit der Enterprise oder Ultimate Version.
Damit Bitlocker auch von XP genutzt werden kann werden sämtliche relevanten Daten auf dem Stick gespeichert. Allerdings ist nur ein lesender Zugriff möglich.
Netzwerk
Hier hat es Verbesserungen im Bereich IPSec. Zusätzlich eingeführt wurde DirectAccess ein VPN-Framework, dass aber nur zusammen mit Windows Server 2008 R2 funktioniert. Dieses sorgt für einen einfachen Zugriff aufs Netz von außerhalb und zusätzlich kann der Administrator Verwaltungsaufgaben wie Updates durchführen
Powershell
Windows 7 wird mit der neuen Powershell Version 2 ausgeliefert, neben etlichen neuen cmdlets hat diese nun auch eine eigene Entwicklungsumgebung und der remote-Zugriff ist möglich.
Wir werden in weiteren Artikeln die Neuerungen unter die Lupe nehmen und Anleitungen veröffentlichen. Wie sieht es bei Euch aus? Habt ihr auch schon Erfahrungen mit Windows 7, wenn ja welche? Schreibt doch einen Kommentar zu Euren Erfahrungen.
Bis dahin Mario
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