Was ist neu in Windows 7 – Powershell V2.0

Posted on September 8, 2009
Filed Under Windows7

Powershell IDE

Powershell IDE

Neben Neuerungen im Bereich Oberfläche und Handling wird Windows 7 mit der Powershell V 2.0 ausgeliefert und auch hier gibt es einiges an neuen Funktionen und Änderungen.

Was war, was ist – Die Neuerungen in der Version 2.0

Die Powershell ist ja vor zwei Jahren angetreten, um die Arbeit des Windows Administrators zu vereinfachen. Neben den normalen Befehlen (cmdlets), ist es möglich, das .Net-Framework zu nutzen (ja wir können programmieren, wenn wir wollen), COM-objekte anzusprechen (Word und Excel lassen grüßen) und WMI-Objekte (Inventrarisierung des PCs) zu nutzen.

Eine große Einschränkung gibt es in der Version 1.0 – eine Remotverwaltung ist direkt nicht möglich. Da stellt sich die große Frage ist es das in Powershll V 2.0? Die Antwort lautet: Ja!

Aber das ist nur eine von vielen neuen Funktionen. Was gehört noch dazu?

Gab es in der Powershlle 1.0 noch 129 Befehle (cmdlets), so gibt es in der neuen Powershell 279 Befehle. Darunter Befehle, um die Hotfixe abzufragen (get-hotfix) oder Befehle für das Handling des Computer (restart-computer oder stop-computer).

Wollten wir in Version 1.0 Skripte schreiben, mußten wir auf Dritthersteller-Tools zurückgreifen. In der neuen Powershell gibt es eine integrierte Skriptingumgebung (Integrated Scripting Environment ISE), mit Debuggern, Syntax-Highliting, Zeilen- und Spaltennummern-Anzeige und vielem mehr.

Eine weitere neue Funktion sind die Module, mit diesen können wir cmdlets, Skripte und Funktionen in unabhängige, eigenständige Einheiten verpacken und sie anderen Benutzern zur Verfügung stellen.

Hintergrundaufträge

Mit den Hintergrundaufträgen, die lokal oder remote ausgeführt werden können, ist es möglich Befehle auszuführen und gleichzeitig im Vordergrund weiter zu arbeiten.

Ereignisse

Die Ereigniss-Behandlung und -Abfrage ist neu strukturiert worden, diese können jetzt noch umfangreicher bearbeitet werden, als es schon unter der Vorversion möglich war.

Lokalisierte Skripte

Es ist jetzt möglich das sowohl Skripte als auch Funktionen mit Hilfetexte in verschiedenen Sprachen lokalisiert werden können.

Onlinehilfe

Die schon sehr gute und umfangreiche lokale Hilfe ist um eine Onlinehilfe ergänzt worden, die auf relevante Themen in der Technet verweist. Hierzu gibt es den neuen Schalter -online.

Mit get-help get-service -online wird eine Technet-Seite zu get-serivce aufgerufen, natürlich nur, wenn eine Internet-Verbindung besteht.

So viel Leistung muss Tribut gezollt werden

Die Powershell 2.0 gibt sich im Basis-Bereich mit .Net-Framework 2.0 zufrieden, aber Funktionen wie: ISE oder Out-Gridview und Get-WinEvent benötigen das .Net-Framework 2.0. Das Export-Counter-Cmdlet läuft nur, wenn Windows 7 oder höhere Versionen installiert sind.

Auch Remoteverwaltung will gelernt sein

Die “normale” Remoteverwaltung läuft auf allen aktuellen Betriebssystem-Versionen, um die WS-Management-Funktionen zu nutzen, muss mindestens Windows Vista auf den beteiligten Computern laufen.

Ich werde in weiteren Artikel auf die Grundlagen der Powershell eingehen und natürlich auch die Neuerungen detaillierte darstellen.

Hier noch einige weitere Links zu Powershell:

Beispiel für Module in Powershell
Blog zu powershell
Was macht enable-psremoting?

Mein Fazit

Das, was ich bisher gesehen und ausprobiert habe begeistert mich, da es viele neue Möglichkeiten gibt. Pluspunkte sind sicherlich die Möglichkeit remote zu arbeiten und das es endlich eine integrierte Entwicklungsumgebung gibt. Das bedeutet natülich auch wieder zusätzlichen Einarbeitungsaufwand. Aber keine Angst, wir werden immer wieder mal Artikel zur Powershell veröffentlichen, um Euch zu unterstützen….

Wie sind Eure Erfahrungen mit der neuen Powershell?

Bis dahin Mario

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